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Maria Himmelfahrt - Kräuterbüschel
Geschrieben von: Uli Zeisberger   
pixelio / annamarthaZum ältesten und bedeutendsten Marienhochfest am 15. August werden vielerorts die traditionellen Kräuterbüschel gebunden. Bei uns auf den Dörfern wird das Brauchtum noch gepflegt, wie zum Beispiel ein Kräuterbüschel zu Maria Himmelfahrt. Der Kräuterbüschel wird in der Kirche geweiht. Er soll Heilkräfte besitzen, die sich die Landbevölkerung in Urzeiten zunutze machte: Der Brauch lässt sich bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen.
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Walpurgisnacht - Freinacht
Geschrieben von: Monika Hofmann   

pixelio: bermuda5555Die Nacht zum 1. Mai, die Walpurgisnacht, ist im ganzen Landkreis als Freinacht bekannt. In dieser Nacht wollten früher die Burschen des Dorfes ihren das Jahr über angestauten Übermut loswerden. Wer am Abend vorher vergessen hatte sein frei bewegliches Gerät in den Stadl oder in d`Schubfa zu räumen, mußte es am nächsten Morgen im ganzen Dorf suchen. Der Humor so manches Bauern wurde dabei stark strapaziert, wenn z.B. der Heuwagen im Bach stand, der Mistwagen voll beladen auf dem Dachfirst stand, oder fremde Fensterläden am Haus hingen.

 

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"Goggl holen" - Ein alter Brauch gestern und heute
Geschrieben von: Monika Hofmann   

pixelio: Bernd BastDamals

In der Osternacht, wenn das Osterfeuer schon etwas heruntergebrannt war, machten sich die Burschen auf "den Goggl zu holen". Sie kamen mit Hilfe einer Leiter an das Kammerfenster des Mädchens, dort wurde ihnen ein gekochtes rot oder buntgefärbtes Ei überreicht. Später, in den Jahren nach dem Krieg, gab es dann Schokolade, Süßigkeiten oder Zigaretten. Wenn die Burschen dabei reich bedacht wurden, oder ein bestimmtes Mädchen besonders verehrten, steckten sie ihm in der Nacht zum 1. Mai ein Fichtenbäumchen mit bunten Bändern verziert auf das Dach des Hauses. Beim Goggl holen abgewiesene Verehrer revanchierten sich mit einem dürren Bäumchen.

 

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Palmsonntag und Palmbuschen
Geschrieben von: Annette Gleiser   

Bald ist ist wieder "Palmsonntag". Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern. Er eröffnet die Karwoche (althochdeutsch „chara“ = Kummer) und somit die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Am Ende dieser Heiligen Woche steht das Osterfest, an dem die Christen schließlich die Auferstehung Jesu von den Toten feiern.


Zu den liturgischen Besonderheiten des Palmsonntags gehören die Palmprozession, bei denen die Gläubigen und insbesondere die Kinder bunt geschmückte Palmbuschen in den Händen halten, und das Verlesen der Leidensgeschichte Jesu.

 

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