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Der Bockberg
Geschrieben von: Uli Zeisberger   
Die relativ kleine Wehranlage auf dem „Bockberg“ über dem Paartal entspricht in ihrer guten Erhaltung und zweiteiligen Anlage vergleichbaren frühmittelalterlichen Befestigungen im näheren Umkreis. Wie bei den meisten derartigen Denkmälern fehlen jegliche urkundlichen und sonstigen Hinweise zur genauen Zeitstellung und Zweckbestimmung dieser Anlagen.

Typologisch könnte man den Ringwall den kleineren Ungarnschutzburgen der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts zuordnen. Solche Wallanlagen entstanden oft durch den Ausbau älterer Siedlungsplätze oder Schutzburgen. Ca. 250 m nordöstlich der Befestigungsanlage ist ein Teilstück der römischen Strassenverbindung Augsburg-Brenner nachgewiesen (Denkmalnummer D 1-7831-0100).[1]. Nur wenig weiter südlich ist eine Grabhügelgruppe der Hallstattzeit im "Obereglinger Holz" zu erkennen (Denkmalnummer D 1-7831-0021).[2]

Im Bereich des Kampfgebietes der Schlacht auf dem Lechfeld finden sich besonders auf der östlichen Lechseite auffallend viele derartige Abschnittsbefestigungen oder Ringwälle. Nach Widukind von Corvey sollen die flüchtenden Ungarn nach der Schlacht von diesen Burgplätzen aus verfolgt und aufgerieben worden sein.


Vor und während der Ungarnstürme wurde das ostfränkische Reich von zahlreichen, teilweise äußerst gewalttätigen Adelsfehden destabilisiert. Diese politischen Unruhen ermöglichten sowohl den Ungarn als auch den Normannen erfolgversprechende Übergriffe auf das ostfränkische Territorium. Die Wallburg könnte in ihrer letzten Ausbaustufe also auch bereits in der Zeit vor den Ungarnkriegen entstanden sein.

Der Ringwall wäre eine der kleinsten Ungarnschutzburgen im Augsburger Umland. Die Konzeption der Wehranlage erinnert an den größeren Burgstall Burgadelzhausen, dessen Vorburg ebenfalls eher als Torsicherung zu interpretieren sein dürfte.

 

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Zeichnung: Hr. Dr. Anton Huber (ehemaliger Kreisheimatpfleger)

Der Bockberg ist ein Frühmittelalterlicher Ringwall, 1300 m NÖ der Kirche von Walleshausen mit einem kreisförmigen Innenraum von 40-50 m Durchmesser, der von einem in der Mitte der Westseite unterbrochenen Ringwall umgeben wird.

Abfall zur Sohle des vorgelegten Grabens knapp 6 m. Aus dem östl. wie aus dem südl. Scheitelpunkt lösen sich kurze Flügelgräben, die nach NW bzw. WSW zu den Bergrändern ziehen. Sie dem dem Wehrbau ein posthornähnliches Aussehen.

 

 

Quelle und weitere Details zum Bockberg in Wikipedia

 
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