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Pfarrei

Foto vom 1. Mai 2002


Walleshausen, eine sehr alte Siedlung, wird wahrscheinlich als „Wagilineshusen“ 912 erstmals in einem Güterverzeichnis des Klosters Wessobrunn genannt. 1461 übernahm definitiv das Kloster Polling die Pfarrei Walleshausen und begann 1466 mit dem Bau einer spätgotischen Kirche, die 1472 Mariä "Himmelfahrt" geweiht wurde. 1732 wurde sie gründlich im Rokoko-Stil umgestaltet, so dass sie seitdem wegen ihrer Ausstattung zu den bedeutendsten Baudenkmäler des Landkreises und der weiteren Umgebung zählt. Der barocke Zwiebelturm stammt aus dem Jahr 1695. Der Pfarrhof, der zusammen mit der Kirche und dem ehemals befestigten Friedhof ein eindrucksvolles Ensemble bildet, wurde nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg renoviert und um 1710 durch Anbau des zweiten Stockwerkes vollendet. So diente er bis 1803 als Sommerresidenz der Pollinger Pröpste. Nach der Säkularisation ist er der Sitz des jeweiligen Pfarrherrn von Walleshausen. Auch der Friedhof mit Gebeinhaus und Ölberggruppe stellt eine ungewöhnliche Sehenswürdigkeit dar. Zur Pfarrgemeinde Walleshausen gehören die umliegenden Ortschaften: Petzenhofen, Unfriedshausen und Wabern mit ihren jeweiligen Kirchen.

Quelle: pfarrei-walleshausen.de


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