| Raabfidisch – Rábafüzes |
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| Geschrieben von: Uli Zeisberger |
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Raabfidisch – RábafüzesAber was hat das mit Walleshausen zu tun??? Geschichticher Hintergrund: Die Einwanderung der ersten Deutschen erfolgte um 1000, als deutsche Ritter in Begleitung der Königin Gisela Herzogin aus Bayern, in das Karpatenbecken kamen. Gisela war die Frau des ersten ungarischen Königs St. Stephan.
Die größte Einwanderungswelle erfolgte nach der Türkenherrschaft. Zwischen 1700 und 1750 kamen deutsche Siedler aus Süddeutschland, Österreich und in die nach den Türkenkriegen zum Teil menschenleeren Bereiche Pannoniens, des Banat und der Batschka und trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Erholung und kulturellen Eigenart dieser Regionen bei.
Ende des 18. Jahrhunderts lebten im damaligen Vielvölkerstaat Königreich Ungarn eine Million Deutsche, die vor allem in der Landwirtschaft tätig waren. mehr als
Die Zahl der Deutschen wurde durch den Vertrag von Trianon 1920 mehr als halbiert, als Ungarn viele seiner Gebiete nach dem ersten Weltkrieg an die Nachbarstaaten abtreten musste. Ungarn hatte 70% Gebietsverlust. Gegen den Magyarisierungsdruck auf Staats- und Schulebene wehrte sich "Der Ungarnländische Deutsche Volksbildungsverein" 1924 unter der Leitung von Jakob Bleyer. Die ungarische Regierung setzte ihre Magyarisierungspolitik fort. In dieser Situation hofften die Deutschen in Ungarn zur Verbesserung ihrer sprachlichen Situation auf Hilfe von außen. Diese Tatsache nutze Hitler-Deutschland. Das Deutschtum in Ungarn wurde zum Spielball der ungarischen und der deutschen Regierung. Nach dem verlorenen Krieg wurden die Deutschen in Ungarn zum Sündenbock gemacht. Viele Deutsche wurden zur Zwangsarbeit nach Russland verschleppt, in Ungarn enteignet, entrechtet und zwischen 1946 und 1948 nach Deutschland, zuerst in die amerikanische, später in die russische Besatzungszone vertrieben. Ca. 220.000 Deutsche mussten Ungarn verlassen.Die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn begann 1946 bei Budapest und dauerte bis 1948. Das ungarische Parlament entschied bereits 1945, dass die deutsche Bevölkerung Ungarn verlassen muss, und legte den endgültigen gesetzlichen Rahmen am 22. Dezember 1945 und in der Durchführungsverordnung vom 4. Januar 1946 fest. Der Innenminister István Bibó trat aus Protest gegen die Vertreibung der Ungarndeutschen Ende 1945 zurück. Personen, die bei der Volkszählung 1941 deutsche Nationalität und deutsche Muttersprache angaben, Mitglieder des Volksbundes oder der deutschen SS, Personen, die ihren magyarisch klingenden oder magyarisierten Namen wieder in einen deutschen umgewandelt hatten, wurden ausgewiesen (d.h. vertrieben). Am 1. Juni 1946 wurden die Transporte in die amerikanische Zone von den Amerikanern gestoppt, weil Ungarn das zurückgelassene Vermögen der Deutschen auf seine Reparationsverpflichtung anrechnen lassen wollte, was die Amerikaner nicht anerkannten. In dieser Phase mussten ca. 170.000 Deutsche Ungarn verlassen.
Raabfidisch – Rábafüzes Als das Burgenland 1921 zu Österreich kam, sind einige von Deutschen bewohnte Dörfer bei Ungarn geblieben, einige waren schon bei Österreich und wurden 1923 wieder Ungarn angeschlossen, so auch Raabfidisch.
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