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Naturschutz längs der Paar - Seite 3
Geschrieben von: Annette Gleiser   

Vögel:


storchFrüher hatte fast jedes Dorf im Paartal sein Storchenpärchen. Sogar mitten in Schrobenhausen brütete er. Durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten, durch Ackernutzung und Bebauung der Aue wurde sein Lebensraum knapp. Auch die Aufgabe der traditionellen Landbewirtschaftung setzte Meister Adebar zu. Früher konnte sich der Storch bequem Nahrung holen, indem er hinter Bauern herlief, die jeden Morgen und Abend Grünfutter von ihren Wiesen holten. Heute gibt es diese Futtergewinnung kaum noch.


Gab es 1934 noch mehr als 9.000 Brutpaare in Deutschland, so ist es nun nur noch knapp die Hälfte. In Bayern sind derzeit lediglich rund 100 Brutpaare beheimatet, im Gebiet zwischen Lech, Donau und Inn waren im Jahr 2000 gerade mal 21 Horste besetzt. Hauptfeind für die noch verbliebenen Weißstörche sind die Stromleitungen, an denen ca. 60% der Jungvögel im ersten Jahr zugrunde gehen. Den verbliebenen Störchen gebührt daher unser besonderer Schutz.




 

brachvogel
Großer Brachvogel
bekassine
Bekassine
Zwischen Waidhofen und Schenkenau findet man  ein Wiesenbrütergebiet, das auch bayernweit bedeutsam ist. In den Auewiesen entlang der Paar brüten der Große Brachvogel, der Wiesenpieper und der Kiebitz. Auch Bekassine, Uferschnepfe und Wachtelkönig kommen hier vor.

Der auffallendste Vertreter aller Wiesenbrüter ist der vom Aussterben bedrohte Große Brachvogel. Er benötigt eine weite Moor- oder Flusslandschaft. Im Umfeld des Geleges dürfen sich keine sichtbehindernden Gehölze befinden, denn der Brachvogel braucht freie Sicht, um nahende Feinde wie Fuchs, Habicht und Krähe rechtzeitig erkennen zu können. Mit seinem großen, gebogenen Schnabel sucht er im weichen Boden nach Würmern, Larven, Insekten und Schnecken. Um den Brachvögeln ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung zu stellen, wurden im Paartal zahlreiche Nahrungsbiotope (Flachteiche) angelegt. Im Frühjahr kann man das melodische Flöten des Brachvogels in den Auewiesen hören.


Aus anderen Bereichen des Paartals sind die Wiesenbrüter, wie aus so vielen anderen Flusstälern, bereits verschwunden.



Quellen: www.wikipedia.de, www.neuburg-schrobenhausen.de, www.ffh-gebiete.de

 



 
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