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Naturschutz längs der Paar - Seite 2
Geschrieben von: Annette Gleiser   

 

Pflanzen:

lffelkraut
Pyrenäen-Löffelkraut
rohrkolben
Rohrkolben

Herausragende Bedeutung im Paartal besitzen natürlich die Wasserpflanzen. In den Altwässern der Paar sind noch viele stark gefährdete Arten zu finden. Zu nennen sind Seekanne, Wasserfeder und Froschbiss.

In den mittlerweile zahlreich angelegten Feuchtbiotopen haben sich inzwischen seltene Pflanzen wieder angesiedelt: Der Schmalblättrige Rohrkolben findet sich hier ebenso wie der Zungen-Hahnenfuß oder der Sumpf-Dreizack.


Auf Grund der extensiven Landbewirtschaftung finden sich in den Paarauen noch zahlreiche Pflanzenarten, die aus anderen Flusstälern längst verschwunden sind. Entlang der Paar fällt eine hochwüchsige Staude auf, die nur in den wärmegetönten Tälern der großen Flüsse und deren Zuflüssen wächst: Das seltene Flussgreiskraut ist eine Art, die keine Mahd verträgt. Uferstreifen entlang der Paar oder an Bächen sollten daher nicht regelmäßig gemäht werden.


Auch das Pyrenäen-Löffelkraut ist hier heimisch und gilt nach der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3).


Libellen:

keiljungfer
Grüne Keiljungfer

azurjungfer
Vogel-Azurjungfer
Zahlreiche Libellenarten besiedeln das Paartal. Unter den Libellen gibt es allerlei Spezialisten, die auf unterschiedliche Gewässertypen angewiesen sind. Saubere Fließgewässer benötigen die häufig hier vorkommenden Prachtlibellen sowie die seltene Grüne Keiljungfer.  Für diese Libellen ist der an der Paar so typische Wechsel zwischen beschatteten und offenen, besonnten Abschnitten von Bedeutung.

Das Kleine Granatauge besiedelt die zahlreichen Altwässer entlang der Paar. Diese Art ist nur schwer zu beobachten, da sie sich in einiger Entfernung vom Ufer auf Schwimmblättern oder Algenwatten im Wasser aufhält. Zu den bedeutendsten Tierarten des Paartals gehört die sehr seltene Vogel-Azurjungfer, die Flachmoor-Quellbäche besiedelt. Für eine Azurjungfer ist die Färbung ungewöhnlich schwärzlich. Sie lässt sich daher leicht von den anderen Azurjungfer-Libellen unterscheiden.



Fische:

groppe
Groppe

In Fließgewässern existieren von der Quellregion bis zur Mündung verschiedene Zonen, die sich u.a. in Strömung, Temperatur und Sauerstoffgehalt unterscheiden. Somit gibt es unterschiedliche Lebensbedingungen für die einzelnen Fischarten. Die sauerstoffreichen Oberläufe von Flüssen oder von Bächen  - wie um Walleshausen -  werden von Bachforellen besiedelt, weiter unten kommen Äschen vor. Im Mittellauf dominieren die Barben, im Unterlauf nimmt die Fließgeschwindigkeit ab, hier sind Brachsen zu finden.

Die mittlere Paar, wo sich die Paarauen befinden, bildet den Übergang zwischen Äschen- und Barbenregion, hier kommen beide Fischarten vor. Die Barbe braucht kiesigen Grund und flache Kiesbänke zum Laichen. Durch Gewässerverbau gingen Laichplätze und Aufstiegsmöglichkeiten verloren, daher ist der Barbenbestand stark zurückgegangen. Die Paarzuflüsse Ecknach und Weilach gehören zur Forellenregion.


Sehr wichtig für den Erhalt heimischer Fischarten sind die kleinen, fischereilich nicht genutzten Wiesenbäche des Paartals. In ihnen leben noch die selten gewordenen Kleinfische wie der Dreistachelige Stichling und die Mühlkoppe (Groppe). Eine Ortschaft bei Waidhofen ist nach der Koppe benannt (Koppenbach).

 



 
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